Durch die Bergische Schweiz-Erster Teil

Der wohl schönste Magnolien-Schloßhof des Rheinlandes

Goodbye, Winterspeck! Der Frühling ist da, mit all seinen wunderbaren Facetten, Blüten, Düften und angenehmen Temperaturen. Wen zieht es da nicht raus in die Natur um etwas schönes zu erleben? Grau in grau war es nun wahrlich lang genug. Also runter vom Sofa! Lasst Euch entführen in die Bergische Schweiz, einer lieblichen Landschaft südöstlich von Lindlar.


Innenhof des Schloßes Ehreshofen, Start und Endpunkt der heutigen Wanderung
Innenhof des Schloßes Ehreshofen, Start und Endpunkt der heutigen Wanderung

Anfahrt

Die Anfahrt vom Kölner Dom bis zum Schloss Ehreshoven beträgt 33 Kilometer und dauert ca. eine halbe Stunde. 

 

Die Zieladresse für den Start der Tour lautet:

Schloss Ehreshoven, Engelskirchen

 

Es befinden sich kostenlose Wanderparkplätze am Schloß, auch solche die für Wohnmobile geeignet sind. Hier die Anfahrt über die Adresse "Am Weidenbach", gelegen dem Schloß schräg gegenüber zwischen Straße und Bahnlinie. Zum Übernachten nicht verboten aber zu laut.

 

Anreise mit Bus und Bahn möglich:

Mit der RB 25 bis Overrath, ab dort mit dem Bus 310 bis Ehreshoven.

 

Verschiedene Zieladressen für Camping, Ferienwohnungen und Hotels sowie Wohnmobilstellplätze findet Ihr bei den Weblinks.

Highlights

Hier kommen die Highlights, welche diese Tour zu einem besonderen Erlebnis werden lassen:

  • 10 Kilometer Rundwanderung durch die Bergische Schweiz
  • Schloss Ehreshoven, leider privat und daher nicht innen zu besichtigen
  • Hängebrücke über die Agger
  • diverse Einkehrmöglichkeiten
  • Lindlar (Tag zwei/Teil zwei)
  • Metabolon (Tag zwei/Teil zwei)
  • Die längste Doppelrutsche Deutschlands (Teil zwei)
  • Schloss Heiligenhoven mit Park 
  • Freiluftmuseum Lindlar 
  • Sportpark und Freizeitbad Lindlar
  • Steinhauerpfad, eine Wanderung ab Lindlar zum Leben, Leiden und Denkmal der Steinhauer (Teil zwei)

Nützliche Weblinks

Da sind sie wieder, die weblinks, die als Ergänzung zu der Tourenbeschreibung Euch die Planung zusätzlich erleichtern:



Spannender Auftakt für die Kinder
Es geht über die schwankende Holzhängebrücke über die Agger.

Charakteristik der ersten Rundtour:

Los geht es ab Schloss Ehreshoven, wo wir unser Mobil abstellen und zuerst einmal die schöne Schlossanlage von außen besichtigen. 

 

Dazu zählt, wenn geöffnet auch die kunsthistorisch bedeutende Kapelle auf dem Hof der Malteser Kommende, deren Ausgestaltung aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammt.

 

Ja, viele Heiratswillige finden dass dies hier eine perfekte Location für eine romantische Hochzeit ist und das denke ich auch. Es befindet sich ein Trausaal direkt auf dem Schloß. 

 

Wir starten mit der ca. 10 Kilometer langen Halbtages-Tour, für die wir im Schnitt 3-4 Stunden benötigen werden. Einkehrmöglichkeiten gibt es mehrfach, zum einen im Restaurant/Café Eimermacher direkt neben  der Burg, zum anderen in der Ortschaft Hohkeppel im Hohkeppeler Hof sowie urig-gemütlich und rustikal im Hotel-Restaurant Bergische Schweiz mit sehr schöner Außenterrasse und offenem Kamin am Wintergarten. 

 

Die Rundwanderung ist nicht durchgehend mit einem Logo ausgeschildert im Verlauf jedoch nicht schwierig zu erwandern. Einige Steigungen verlangen  nach Puste und Kondition. Dafür entschädigen Panorama-Passagen für die Mühen und lauschige Waldpfade komplettieren die Rundwanderung zu einem lohnenswerten Erlebnis.

 

Alternativ könnte man auch die mit A4, A5, A6 oder A8 ausgeschilderten Rundwanderungen wählen. Eine Hinweistafel dazu befindet sich direkt am Schloß und am Parkplatz der Kommende.

 

Die heutige Wanderung startet am Torbogen zum Schloß, wo wir rechts herum entgegen des Uhrzeigersinnes den Schloßkomplex mit seinem Wassergraben komplett umrunden. Bei dieser Umrundung können wir auch noch einen Blick in den barocken Garten erhaschen.



So erreichen wir bei der Bushaltestelle und dem Restaurant wieder die Bundesstraße. Hier werfen wir einen kurzen Blick nach rechts, wo wir den unter Denkmal stehenden alten Bahnhof erblicken. Wir überqueren die Straße und gehen jetzt links um bei der ersten Möglichkeit in die Sackgasse "Am Weidenbach" nach rechts einzubiegen. Hier befindet sich auch der zweite Parkplatz für Hochzeitsgäste und Wohnmobile (auch über 8 Meter).

 

Im folgenden Wegverlauf folgen wir dem  Wegekennzeichen A 8 über die Bahnlinie hinweg zum alten Stauwehr von 1930. Am Gebäude und der alten Kapelle vorbei gelangen wir mit  A 8 zu dem zweiten Highlight der Wanderung: eine schwankende Holz-Hängebrücke. Bei dieser handelt es sich um einen getreuen Nachbau der im Original aus dem Jahre 1870 stammenden Brücke. 

 

Vor dem Berg schwenkt der A 8 nach rechts und knickt bald im spitzen Winkel nach links und dann am letzten Grundstück  rechts hinauf in den Wald. Nach der Schneise der Ferngasleitung bei den letzten Fachwerkhäusern biegt A 8 nach links ab, wir steigen ab hier mit A 5/ A6 weiter geradeaus bergan.

 

An der nächsten Abzweigung nach ca. 200 Metern biegen wir bei einer Schranke den ungekennzeichneten Weg nach schräg links ab. Dieser Waldweg führt uns stetig bergan, so lange bis wir oben den Wald verlassend an einer T-Kreuzung auf einen asphaltierten Querweg treffen. Schräg gegenüber steht eine Bank zum Verschnaufen in der Sonne und man kann den Blick über die Pferdekoppeln weit ins Land schweifen lassen. Herrlich!

 

Nach einer kurzen Verschnaufpause wenden wir uns mit der Strasse nach links und marschieren so gut 1,5 Kilometer auf dem Höhenweg mit schönen Aussichten und dem Andreaskreuz "X"  immer geradeaus. 

 

Vorbei an einem Gedenkkreuz zu Ehren der Muttergottes und der Schutzengel aus dem Jahre 1913, ignorieren wir die Abzweigungen nach Oberfrielinghausen und Unterfrielinghausen. Am Abzweig zum Sendemast vorbei, sehen wir die Ausschilderung Hohkeppel 2,5 Kilometer der wir weiter folgen. 


Die Wegekennzeichnung und Aussicht bei Erreichen des Querweges an der T-Kreuzung
Die Wegekennzeichnung und Aussicht bei Erreichen des Querweges an der T-Kreuzung
Frühling über der Bergischen Schweiz
Frühling über der Bergischen Schweiz

Gedenkkreuz zu Ehren der heiligen Mutter und der Schutzengel auf dem Panoramaweg
Gedenkkreuz zu Ehren der heiligen Mutter und der Schutzengel auf dem Panoramaweg

Die mittelalterliche Ortschaft Hohkeppel ist unser Ziel. Diese liegt an der Jahrhunderte Alten Heer und Handelsstraße von Köln nach Leipzig und hatte besondere Bedeutung, da es dort Herberge und eine Pferde-Umspannstation gab. Wir befinden uns bereits auf dieser Heerstraße, die zugleich auch Teil des Pilgerweges nach Santiago de Compostella ist. Manch aufmerksamen Betrachtern ist dies schon durch das Pilgerzeichen (eine Jakobsmuschel) aufgefallen.

 

Bei einer Eiche und einem Strommast stoßen wir auf eine Kreuzung, wo wir uns rechts halten und einige Meter weiter unten mit der "Laurentiusstraße" den alten Teil von Hohkeppel erreichen.

 

Hier können wir uns auf eine gemütliche Pause einrichten. Das alte Fachwerkhaus zum "Weißen Pferchen" verdient unsere besondere Aufmerksamkeit. Einmal, weil es als Location für Kinder-und Jugendwanderungen ebenso buchbar ist, wie für Wandergruppen oder Geburtstage und Hochzeiten. Hier war im Mittelalter über einige  Jahrhunderte die Station zum Pferde wechseln und neu beschlagen. Dank der NRW-Stiftung und der Fördergelder konnte diese Begegnungsstätte erhalten, renoviert und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Mehr Informationen gibt es dazu unter diesem weblink.

 

Um die Kirche herum finden wir eine schöne Ansammlung alter gepflegter und denkmalgeschützter bergischer Fachwerkbauten und den Hohkeppeler Hof, wo wir auf ein Erfrischungsgetränk (und mehr) einkehren können. Wochenendgästen ist dieses Hotel bereits über die Weblinks oben  empfohlen.

 

Zurück am Weißen Pferdchen folgen wir rechts ab dem schmalen Wiesenweg über die Wiesen und Koppeln bergab, hier ausgezeichnet als "Liederweg" mit Notenschlüssel (auch A 1).

 

Am Ende der Wiese erreichen wir am unteren Rand schon bald den Wald und folgen dem Pfad bis zu einem Wegedreieck. Hier gehen wir links über den Wasserlauf hinweg und gleich wieder links bergauf (A 1). An der darauffolgenden Gabelung geht es bald schon rechts hinauf und mit dem Pfad wieder hinaus aus dem Wald wo wir auf der Höhe Oberhaasbach erreichen.

Wiesenweg hinab kurz hinter dem Weissen Pferdchen
Wiesenweg hinab kurz hinter dem Weissen Pferdchen

Auf der Höhe geht es nun links weiter und dort wo der Fahrweg nach rechts bergab führt gehen wir schon wieder mit dem Liederweg ( Notenschlüssel) geradeaus.

 

Etwa 700 Meter weiter erreichen wir einen ruhigen Fahrweg dem wir nach rechts bergab durch den Wald solange folgen bis wir an die Ausschilderung Hotel Bergische Schweiz gelangen. Hier biegen wir dem Hinweisschild folgend nach rechts ab und erreichen nach wenigen Metern den nächsten Pausenpunkt unserer heutigen Wanderung. 

 

Es ist lohnenswert hier eine Pause einzulegen, denn die Gastwirtschaft befindet sich seit dem Jahre 1927 in Familienbesitz und verströmt den Charme vergangener Zeiten. Hier finden wir eine sonnige Terrasse ebenso vor, wie eine überdachte Terrasse mit offenem Kamin, einen gemütlichen Wintergarten und die Gaststube, wo die Mitarbeiter des Bundespräsidenten ihren Betriebsausflug im Jahre 1956 verbrachten. 

 

Unterhalb der Terrasse erblicken wir ein bergisches Fachwerkhaus mit grünen Fensterläden. Wir gehen an diesem vorbei und überqueren den Fahrweg. Auf der gegenüber liegenden Seite folgen wir dem Weg bei der Schranke direkt links in den Wald hinein..

 

Nach ca. 400 Metern kommen wir so an den Wasserlauf und über diesen hinweg folgen wir nach der Rechtskurve an der Y-Kreuzung dem Weg nach rechts hinab. Parallel zum Wasserlauf tief unten folgen wir auch bei der zweiten Y-Kreuzung wieder dem rechten Weg und kommen so im Tal  beim Gelände des "Metallbau Miebach" wieder aus dem Wald.

 

Über das Gelände der Firma erreichen wir die Strasse und nehmen im spitzen Winkel links die Brücke, welche uns zurück über die Agger zu unserem Parkplatz führt.


Blick von der Sonnenterrasse des Hotels Bergische Schweiz
Blick von der Sonnenterrasse des Hotels Bergische Schweiz

Fazit dieser ersten Tour:

Den Auftakt meines Frühlingsausfluges in die Bergische Schweiz bildete diese sehr lohnenswerte Rundwanderung. Einigen Lesern sind sicherlich die "Tippeltouren" des Autoren Peter Squenz alias Michael Bengel ein Begriff, welche ich zum Anlaß nahm um  diese mir bis dato eher unbekannte Region zu erkunden. Wie immer lag es mir dabei am Herzen Euch eine gute Mixtur aus Kultur, Natur und schönen Erlebnissen für die ganze Familie zusammen zu stellen. Was am Ende dabei heraus kam, hat mich selbst so positiv überrascht, dass ich es nicht alles in einen Artikel unterbringen konnte und wollte. Den ersten Tag verbrachte ich mit dieser Genusswanderung und ließ mich einfach treiben. So genoss ich die Zeit auch in den Pausen und hatte einige schöne Begegnungen und Gespräche so z.B. im Schloßhof.

Schloß Ehreshoven ist als Schloß Königsbrunn manchen TV-Zuschauern bekannt aus  der Serie "Verbotene Liebe" . Auch eine Staffel von Horst Lichters  Erfolgs- und TV-Serie "Bares für Rares" wurde hier gedreht. Last but not least komme ich alleine während der Magnolienblüte mindestens einmal jährlich im April hierher um den Frühling zu begrüssen.

Der Zweite  Teil wird euch nach Lindlar und Umgebung entführen. Von dort berichte ich Euch im nächsten Teil über weitere schöne Erlebnisse und lohnenswerte Entdecker-Touren. Ich freue mich über Euer Interesse, bedanke mich herzlichst dafür und wünsche Euch allzeit gute Fahrt und tolle Abenteuer!


hier noch einige eindrücke von dieser tour:

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