"Bundesdorf" Bonn - von Botanik zu Bönnsch- einfach berührend!

Meine Liebeserklärung an diese rheinische Stadt

Beethovenstadt, ehemalige Bundeshauptstadt, Krimi-Dinner in Bad Godesberg, Bundespräsidentenvilla  und Bundeskanzlerbungalow (bis zur Wende Wohnsitz des Kanzlers), Bundeskunsthalle und Bönnsch - Bonns eigene Bierbrauerei. Beeindruckend, oder? Ebenfalls bemerkenswert: der Botanische Garten wurde erneuert und ist absolut einen Besuch wert. Besonders gefallen hat mir auch die japanische Kirschblüte (Cherry Blossom)  im Frühling und die Bonner Altstadt mit ihrer stolzen Münsterbasilika und zwei Kurfürstlichen Schlössern. Im Schloss studieren, das geht gar fürstlich in der ehemaligen Hauptstadt der BRD!  Zum Abschluss Dinner in der Burg mit  fantastischem Blick auf Rhein und SiebengeBirge. 


Stadtspiegel aus dem Botanischen Garten heraus
Stadtspiegel aus dem Botanischen Garten heraus

Anfahrt

Die Anfahrt von der Kölner Domplatte zum Botanischen Garten Bonn beträgt  30 Kilometer und dauert gut 45 Minuten.

 

Die Zieladresse für die Navigation lautet: 

Meckenheimer Allee, Bonn

 

2. Zieladresse: Alter Friedhof/Thomasstraße, Bonn, 29 Kilometer ab Kölner Domplatte

 

3. Zieladresse: Rheinpark Bonn, ab Kölner Domplatte 37 Kilometer und knapp 40 Minuten

 

4. Zieladresse: Bundeskunsthalle, Friedrich-Ebert-Allee, Bonn, ab Kölner Domplatte 39 Kilometer und 40 Minuten

 

Natürlich kann man mit Bus und Bahn jede Sehenswürdigkeit erreichen. Auch Stadtrundfahrten sind buchbar. 

 

Die Tourist-Information Bonn findet Ihr hier in diesem weblink.

Highlights

Highlights gibt es hier wie am Fließband. Das bezeugen Reiseführer aus den Printmedien zur Genüge. Hier folgen meine persönlichen Highlights und Geheimtipps als ein erster Überblick:

  • Botanischer Garten und Poppelsdorfer Schloss, eine grüne Oase der Extraklasse mitten in der Stadt
  • Poppelsdorfer Allee, schöner wohnen in der Stadt: eine Allee mit ihren Seitenstraßen, die alle Liebhaber besonders schöner Architektur begeistern wird
  • Alter Friedhof Bonn, eine Oase der Ruhe und ein melancholisch-verträumter Ort
  • Beethoven-Haus, das Geburtshaus des Komponisten und die weltgrößte Sammlung von Originalmanuskripten des Musikgenies
  • Marktplatz Bonn mit dem alten Rathaus auf dessen Treppenpodest schon Weltpolitiker wie John F. Kennedy standen.
  • Kirschblütenfest im April jeden Jahres 
  • Die Münsterbasilika unumstrittenes Kirchenhighlight mit romanischem Kreuzgang, über 800 Jahre alt. Ein Ort der Stille und der Einkehr mitten in der Stadt.
  • Museum der Deutschen Geschichte, eine Zeitreise durch unser Land, sehr interessant und kostenlos!

Nützliche Weblinks

Bonn ist wahrlich eine Reise wert; folgende Weblinks erleichtern Euch den Aufenthalt in der Stadt und Umgebung. So muss man nichts verpassen:

  • "Mit rund 30 hervorragenden Museen, exzellenten Einkaufsmöglichkeiten, zahlreichen Veranstaltungen, beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und einem abwechslungsreichen Freizeitangebot gehört Bonn zu den Top-Reisezielen im Rheinland."  Diesen Einleitungssatz hätte ich nicht besser formulieren können, ihr findet ihn auf der Seite der Bonner Jugendherberge, meine absolute LOW-Budget-Empfehlung für heute!
  • Wenn wir den Tag mit einem Dinner in der Burg Bad Godesberg beschließen möchten, dann ist das mein absoluter Tipp für die Romantiker unter uns. Selbst Heiraten ist hier möglich und Firmenveranstaltungen ebenso.
  • Danach wahlweise kostenlos übernachten  mit unserem Wohnmobil? Ok,  dann geht dies auf dem Stellplatz Bonn Bad Godesberg
  • Alternativ kann man auch einen Campingplatz ansteuern: Camping Genienaue, bietet  Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen
  • Meine Top-Adresse für ein High-End Wochenende in Bonn ist und bleibt das geschichtsträchtige Rheinhotel Dreesen. Schöner und stilvoller kann man die Fussballweltmeisterschaft im public viewing in Bonn nicht erleben.

 



Blumenmeer im Garten
Blumenmeer im Garten

Alter Friedhof Bonn: melancholisch und verträumt

Der Alte Friedhof auf der Thomasstraße ist so etwas wie der Prominentenfriedhof von Bonn. Mit der Einschränkung, dass es sich hierbei um die Prominenten Bürger Bonns aus den vergangenen dreihundert Jahren handelt, denn bestattet wird hier schon lange niemand mehr.

 

Es findet sich hier beispielsweise die Grabstätte von Beethovens Mutter, ebenso das Familiengrab der Komponistenfamilie Robert und Clara Schumann. Auch das Grab des Nazi-Widerstandskämpfers Boeselager ist hier zu finden. Zahlreiche Skulpuren und sogar eine ganz besondere Grabstätte eines irischen Soldaten.  

 

Dieser Friedhof mit seinem alten Baumbestand und seinen alten Wegen und Sträuchern wurde von keimen geringeren als Peter Joseph Lenné, dem preußischen Gartenkünstler und General-Gartendirektor der preußischen Gärten angelegt. Er vermittelt noch heute inmitten der Stadt den Eindruck parkähnlicher Naherholung und weckt meine Neugierde.

 

Nur wenige Schritte sind es von hier in die Altstadt Bonns, oder auf die Heerstraße, eine fast 2000 Jahre alte Fernstraße der Römer, die im Frühjahr zur Kirschblüte die Besucher in Scharen anzieht. 

Der aufmerksame Besucher entdeckt die römischen Skulpturen, welche als Abguss der Originale hier zur Verkehrsberuhigung wieder aufgestellt wurden. 

 

Das Cherry blossom spring festival findet seit einigen Jahren immer im April statt. Ursache hierfür sind die tollen Fotografien, die im Internet veröffentlicht wurden und die Heerstrasse unter die Top Ten der  most beautiful tree tunnels of the world katapultierte. Insbesondere Touristen aus dem asiatischen Raum, sowie in Deutschland lebende Japaner besuchen dieses Fest. Natürlich war und bin auch ich von dieser einzigartigen Blütenpracht verzaubert, die diese Strasse und die angrenzenden Jahr für Jahr in ein Blütenmeer verwandelt.

 

Wissbegierige können im Internet alljährlich den Blütenstand und die Wettervorhersage im April genauestens verfolgen.


Familiengrab von Robert und Clara Schumann
Familiengrab von Robert und Clara Schumann

Nur ein Handyfoto der Heerstraße, aber toll oder? Und alle Leute rausgeschnitten ;o)
Nur ein Handyfoto der Heerstraße, aber toll oder? Und alle Leute rausgeschnitten ;o)

Poppelsdorfer Schloss und Botanische Gärten

Das Poppelsdorfer Schloss beherbergt heute das Mineralogische Museum der Universität Bonn.  Der Botanische Garten ist mit dem Schloss verbunden, so dass sich der Besuch von Garten und Schloss optimal ergänzen läßt. Dies führt natürlich zu einem zeitlichem Engpass, wenn man all die hier beschriebenen Sehenswürdigkeiten an einem Tag  erleben möchte.  Ihr macht das schon!

 

Im Jahr 2018 wurde der Haupteingang des Botanischen Gartens verlegt und um eine Gastronomie ergänzt. Die Neueröffnung in 2018 war ein gefeierter Erfolg! Für einen geringen Obolus besuchen wir nun den Botanischen Garten  der Stadt Bonn, dessen Superlative in der größten Blüte der Welt gipfelt. 

 

Natürlich sind auch weitere Exoten in den großen Gewächshäusern zu bewundern. Wir erleben Tropen und Savannen, Palmen und Kakteen, Farne und Wasserpflanzen, wie selbstverständlich!

Hier gelingt uns eine wahrhaftige Weltreise durch die Flora unseres Planeten.

 

Aktuell (Stand 06.2018) wird das Poppelsdorfer Schloss renoviert und wegen der Fassadenarbeiten ist es derzeit eingerüstet. Das unter dem Kurfürsten Joseph Clemens im Jahr 1715 begonnene Schloß wurde unter dessen Nachfolger Clemens August 1744 prunkvoll unter Mitwirkung des berühmtesten Architekten seiner Zeit, Balthasar Neumann (Gartengestaltung im Stil eines englischen Landschaftsgartens und Innenausstattung) fertiggestellt.

 

Nach schweren Zerstörungen im 2. Weltkrieg ging die prunkvolle Innenaustattung verloren, wie diese einmal ausgesehen haben könnte kann man in den Schlössern Augustusburg und Falkenslust (Welterbestätte, siehe auch Blog-Tour Nr. 5) erleben und erahnen.

 

Über die Poppelsdorfer Allee steht das Jagdschloß in axialer Verbindung zur Kürfürstlichen Residenz in der sich heute die Universität befindet.


Kastanienblüte auf der Poppelsdorfer Allee, nach meinem Empfinden Bonns beindruckendstes Wohnquartier und schönste Allee
Kastanienblüte auf der Poppelsdorfer Allee, nach meinem Empfinden Bonns beindruckendstes Wohnquartier und schönste Allee

Altstadtbummel in rheinischer Gelassenheit

Bonner Rokkoko-Rathaus mit berühmter Freitreppe
Bonner Rokkoko-Rathaus mit berühmter Freitreppe

Über die Poppelsdorfer Allee schlendern wir vom Poppelsdorfer Schloß in Richtung Altstadt und unterqueren  beim Hauptbahnhof die Eisenbahnlinie. Auf der anderen Seite kommen wir beim Kaiserplatz wieder hinaus. Wenn wir uns hier an der Kreuzkirche rechts halten gelangen wir zu Bonns berühmten Hofgarten und zur Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität, dem ursprünglichen Kurfürstlichen Schloß.

 

Wir gehen vom Kaiserplatz jedoch links über die Straße Neutor in die Altstadt und kommen so automatisch zum Münsterplatz mit seiner Münsterbasilika, die wir unbedingt besichtigen sollten. Insbesondere die romanische Architektur und der erhalten gebliebene Kreuzgang aus dem 12. Jahrhundert haben mich sehr beeindruckt., Vis-a-vis der Basilika gehen wir mit der Remigiusstraße vorbei am Remigiusplatz hinüber zum Bonner Markt, wo uns das Rathaus von 1740/1780 anzieht.

 

Auf der Freitreppe dieses Rathauses stand am 23.06.1963 John F. Kennedy, es war sein letzter Deutschland-Besuch denn er wurde als US-Präsident im gleichen Jahr in Dallas ermordet.

 

Die Queen of England, Elisabeth, war zu Gast 1965, 1978 und 1989 im Wendejahr, dem Jahr der Wiedervereinigung und dem Fall der Innerdeutschen Mauer.  Michael Gorbatschow, Kofi Anan, Nelson Mandela und das japanische Kaiserpaar trugen sich hier in das Goldene Buch der Stadt Bonn ein.  Der erste Bundespräsident der BRD, Theodor Heuss, sprach am Tage seiner Wahl, dem 12.09.1949 von hier zur Bevölkerung und auch der französische Staatspräsident Charles de Gaulle hielt hier auf der Treppe seine Begrüßungsrede am 05.09.1962.  Na, das sind doch Gründe genug, warum man hier ein Selfie oder Erinnerungsfoto schießen sollte, oder?

 

Natürlich finden sich auf dem Marktplatz auch einige Lokale um zünftig zu speisen, ein Eis zu essen, oder einfach nur in der Sonne zu sitzen und sich zu entspannen. Dabei gibt es immer wieder genug zu sehen, denn in angenehmer Atmosphäre, frei von Straßenlärm und Autoverkehr sitzt es sich wirklich prächtig: zum sehen und gesehen werden.

 

 

"auf den gebt Acht, der wird in der Welt noch einmal von sich reden machen"

So wird Wolfgang Amadeus Mozart zitiert, nachdem Beethoven diesen im Jahre 1787 in Wien besucht hatte.

 

Nach einer kurzen Erfrischung nehmen wir am hinteren linken Ende des Marktplatzes die Bonngasse nach rechts um zum Geburtshaus des weltberühmten Komponisten Ludwig van Beethoven zu gelangen. Dieses bescheidene Bürgerhaus mit seinen Anbauten hat die letzten Jahrhunderte fast unbeschadet überstanden und beherbergt heute das Beethoven-Museum mit der weltgrößten Sammlung von Originalmanuskripten des Meisters. 

 

Beethoven erblickte in diesem Haus das Licht der Welt und bewohnte es bis zu seinem 22. Lebensjahr. Geboren wurde er hier im Jahre 1770 am 16.12.  und verstarb gehörlos im Alter von nur 56 Jahren am 26.03.1827 in Wien, wo er auch bestattet wurde. Der Besuch des Museums ist unbedingt emfehlenswert, denn es zeichnet den Lebensweg und die Genialität dieses Musikgenies in beeindruckender Weise nach.

 

Die Bonngasse wird auch Straße der Prominenten genannt. So wie es in Kalifornien einen "walk of fame" gibt,  finden wir hier im Strassenpflaster eingelassene bronzene Gedenktafeln für die bekanntesten Bonner Berühmtheiten : Robert und Clara Schumann, Kurfürst Clemens August, Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné, Williy Brandt, Ernst Moritz Arndt, Alexander König, Maria Kahle (Widerstandskämpferin im Dritten Reich) und natürlich Ludwig van Beethoven.

 

Wer nun durstig geworden ist der folgt mir über Friedrichstraße und Friedrichsplatz bis zur Sterntorbrücke Nr. 4 zum Bonner Brauhaus Bönnsch. Eine urtypische Bonner Adresse mit eigener Brauerei in der auch heute noch das "Bönnsch" ausgeschenkt wird. An den Wänden finden sich viele Aufnahmen von prominenten Politikern, die sich nach heißen Bundestagsdebatten hier die nötige Abkühlung und Entspannung angedeihen ließen.  

 

Alternativ sei auch das historische Gasthaus  "Im Stiefel" in der Bonngasse 30 empfohlen, eine Dependance des Hotels Dreesen mit Brauhausinterieur und zünftigen Speisen zu volkstümlichen Preisen.


Idylle im Japanischen Garten Bonn im Rheinpark
Idylle im Japanischen Garten Bonn im Rheinpark

Tag Zwei: Besuch im Rheinpark und im Haus der Deutschen Geschichte

Im Japanischen Garten
Im Japanischen Garten

Am Ende des ersten Besuchstages in Bonn empfehle ich Euch den Ortsteil Bonn Bad Godesberg anzusteuern. Dieser bietet dem Besucher einen hervorragenden Aussichtspunkt in Bonn, den man nicht versäumen sollte: die Godesburg, welche im 12. Jahrhundert auf einem erloschenen Vulkankegel erbaut wurde. 

 

Im Jahre 1583 wurde sie im Truchsessischen Krieg belagert und mittels einer List, bei der Söldner durch den Abort der Burg ins Innere gelangten besiegt und zerstört. Heute steht von der Burg immer noch eine stattliche Ruine. Den Bergfried kann man erklimmen und hat von dort oben einen fantastischen Blick über die Stadt und auf das Siebengebirge. Im Burgrestaurant kann man sich vortrefflich verwöhnen lassen und an bestimmten Terminen findet hier auch ein Krimidinner statt, bei dem die Gesellschaft nicht nur hervorragend speisen kann sondern auch gleichzeitig einen in Szene gesetzten Kriminalfall lösen muss - ein herrlicher Spaß!

 

Ist man einmal in Bad Godesberg, so gehört ein Besuch des Hotels Dreesen auf jeden Fall zu den Erlebnissen, die man nicht versäumen sollte, und wenn es nicht zum Übernachten ist, dann wenigstens zur Tea-Time, oder zum Dinner. Das weiße Haus am Rhein gehört nun in der 5. Generation der Hotelierfamilie Dreesen  und wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Es galt und gilt bis heute als erstes Haus am Platze und beherbergte in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Prominente Gäste. Dazu zählen alle Bundespräsidenten und Bundeskanzler sowie Minister nahezu aller Kabinette aber auch Stars wie Charlie Chaplin, Greta Garbo, Catarina Valente, Silvia Königin von Schweden, Francois Mitterand, Henry Kissinger und viele weitere. Auch in der Zeit der Nazidiktatur kamen Prominente Adolf Hitler und sein Stellvertreter Rudolf Hess, sowie nach der Kapitulation der spätere US-Präsident Dwight D. Eisenhower, der hier im Jahr 1945 sogar eine Woche Station bezog.

 

Ich glaube so viele prominente Personen habe ich bisher in keinem meiner Blog-Berichte genannt und in Verbindung gebracht. 


Imposanter römischer Grabstein im Rheinpark Bonn
Imposanter römischer Grabstein im Rheinpark Bonn

Der Freizeitpark Rheinaue zieht die Bonner Bürger und die Besucher ihrer  Stadt zum entspannen und flanieren an. Im Jahr 1979 fand hier die Bundesgartenschau statt. Heute noch sind der Rosengarten, der Elefantenbrunnen, der japanische Garten und der Auensee beliebte Anziehungspunkte.

 

Mütter schieben ihre Kinderwagen durch den schönen Park, für die etwas größeren Kids finden sich Spielplätze, Tischtennisplatten und Sportmöglichkeiten sowie Ruhebänke, Picknickwiesen und vieles mehr. Jogger drehen ihre Runden und die vielen Themengärten locken Erholungssuchende aller Altersklassen; nicht zuletzt dank ihrer Barrierefreiheit und der guten Erreichbarkeit durch einen großen Parkplatz.

 

Es findet sich ein Blindengarten und ein römisches Gräberfeld mit Abgüssen römischer Gräber im Park, ebenso das Beethoven-Ewigkeits-Denkmal, das 1936 auf wenig Begeisterung stieß, spiegelt es doch den gestalterischen Kunstgeschmack der Nazis wieder. Alles ist im Park durch große Hinweistafeln ausgeschildert und gut gekennzeichnet. Schnell hat man hier die Zeit vergessen. 

 

Wenn wir die Fahrräder vom Heckträger unseres Wohnmobils nehmen, bieten sich entlang des Rheins und des Parks zahlreiche verkehrsfreie Radwege an, welche die Highlights der Stadt, den Park und die Museumsmeile miteinander verbinden. Und natürlich dürfen hier auch Erfrischungsmöglichkeiten nicht fehlen, vom einfachen Kiosk bis zum Restaurant im Gartenpavillion.

 

Bei schlechterem Wetter ist ein Museumsbesuch ja immer eine Option. Neben dem Beethovenhaus warten noch weitere 29 Museen auf Euren Besuch. Unbedingt empfehlenswert ist das folgende: Das Museum der Deutschen Geschichte ab 1945 beginnt bei Fliegeralarm und zerbombten Städten und führt uns durch das Wirtschaftswunder. Teile des alten Plenarsaals, ein alter Bulli, ein kompletter Eissalon und viele weitere Überraschungen sind hier bei FREIEM EINTRITT anzuschauen. Ich bin begeistert! 

 


Unterwegs im Freizeitpark Rheinaue
Unterwegs im Freizeitpark Rheinaue

Meine Zwei Geheimtipps für Bonn:

  1. Das Akademische Kunstmuseum wurde nach den Plänen des Architekten Karl Friedrich Schinkel erbaut. Hier war das erste Anatomische Institut der Universität untergebracht. Dabei sorgte die Große Lichtkuppel für das beim Sezieren der Leichen benötigte Tageslicht. Dies ist lange her, heute befindet sich hier die Sammlung der antiken Kunst, welche  die weltweit größte Sammlung von Abgüssen antiker Statuen und Plastiken beherbergt.  Wer es also im Leben nicht schafft, die bedeutendsten Schöpfungen griechischer Großplastiken der Antike  in allen Museen der Welt im Original anzusehen, findet sie hier alle vereint. Ein ästhetischer Genuß! 
  2. Wer auf den Spuren der Templer, oder der Weltbestseller wie Dan Browns "Sakrileg", Umberto Ecos "Foucaultsche Pendel" Wolfgang Holbeins "Das Blut der Templer" bzw. diversen  Verfilmungen dieser Bücher ist, muss auf dem Alten Friedhof die Friedhofskapelle besuchen. Hier versuchen die Protagonisten das Rätsel zu entschlüsseln, wie es zu dem Pentagram vor dem Eingang zur Kapelle, der fünfblättrigen Ornamentik und dem Tatzenkreuz in der Fassade kam. Sie alle gelten als Symbole des Templerordens. Was aber hat diese Kapelle mit den Templern zu tun? Welche Botschaften sind hier für die Nachwelt hinterlassen? 

Fazit meiner Kurzreise NAch Bonn:

Ich hoffe ich konnte Eure Neugierde wecken, die ehemalige Bundeshauptstadt mal mit eigenen Sinnen und  Augen zu erforschen.

Für mich gibt es in keiner zweiten Stadt in NRW eine derartige Fülle von Sehenswürdigkeiten, besonderen Plätzen, mit rheinischem Frohsinn und Gelassenheit wie in Bonn. Ich bin begeistert von dieser Stadt und wenn ich hier studiert hätte, wäre ich bestimmt heute auch ein Bonner Bürger - denn ich wäre wahrscheinlich schlicht geblieben. Wir erleben hier unzählige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung treffen durch das ganze Jahr auf interessante und spannende Veranstaltungen, Konzerte und Märkte. Dieser Bericht über Bonn erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber er zeigt Euch einen guten Querschnitt durch die Highlights. Wenn Ihr einmal dort seid, werdet Ihr schnell diese besondere Atmosphäre spüren und Eure eigenen Lieblingsplätze und persönlichen Highlights für Euch erleben. Da bin ich mir zu 100 Prozent sicher. Ich darf mich daher jetzt von Euch verabschieden und mich herzlich bedanken für Euer Interesse. Hinterlasst mir doch einfach eine Nachricht, wie es Euch gefallen hat, darüber würde ich mich sehr freuen. Herzliche Grüße Euer Matthias

Hier noch einige Eindrücke vom meiner Tour:


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