Köln: Camera nicht vergessen!

City-Rundgang mit dem schönsten Blick auf den Dom

Die meisten Besucher kommen wegen des Domes und so beginne ich auch hier meine Tour. Köln ist eine Stadt der Superlative mit viel Geschichte und vielen Geschichten. Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands und mit über einer Millionen Einwohnern die größte Stadt in NRW.

Im Mittelalter war Köln sogar die größte Stadt des Landes. Der Dom war damals noch im Bau und seine Vollendung dauerte unfassbare 632 Jahre. Was bewegt einen Dom Baumeister  (heute Architekten) dazu, einen Kirchenbau von monströsen Ausmassen zu planen, dessen Vollendung Unsummen an Geldern verschlang und dessen Einweihung er selbst nicht mehr erleben würde? Die Suche nach den Bauplänen der beiden Türme im 19. Jahrhundert ist eine wirklich spannende Detektiv-Geschichte, welche vom ZDF Team für "Terra X"  genial recherchiert und verfilmt wurde. Schaut mal in die ZDF- Mediathek oder auf you tube: "Terra X-Superbauten Der Kölner Dom" - echt lohnenswert! 

Faktisch stehen wir hier vor der größten gotischen Kathedrale, die zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung sogar das höchste Gebäude der Welt war (wenn auch nur für kurze Zeit), abgelöst zuerst vom Eifelturm in Paris und dieser dann vom Empire State Building in New York. Heute steht das höchste Gebäude der Welt in Dubai. Im Inneren der Kathedrale  finden 2.000 Menschen Platz.  


Open Streetart-Projekt  bei Madona in den Trümmern - Innenstadt
Open Streetart-Projekt bei Madona in den Trümmern - Innenstadt

Anfahrt

Wer mit der Bahn kommt, landet  im Hauptbahnhof quazi direkt an der Domplatte. Denjenigen, die mit dem Auto anreisen empfehle ich hier zwei Parkplätze:

  1. Das von der IHK Köln zum besten Parkhaus der Stadt gekürte Parkhaus am Kölner Triangle oder etwas preiswerter und zentraler das
  2. Parkhaus am Appellhofplatz im DuMont Carré, wo ich parke. Ansonsten ist das Parken meist teurer.

Highlights

  • Weltkulturerbe Dom
  • Hohenzollernbrücke
  • Legends-Bar im Hyatt
  • Deutzer Ufer
  • Triangle
  • Altstadt
  • Haxenhaus
  • 4711

Nützliche weblinks

PARKEN:

www.koelntriangle.de/de/parkhaus/

Parkhaus geöffnet 7 Tage, rund um die Uhr, 1 Stunde 1,5o €, max 17,00 € pro Tag

www.dumontcarre.de/anfahrt-und-parken/

Parkhaus geöffnet 7 Tage, Ausfahrt rund um die Uhr, max. 6,00€ pro Tag von So-Do und max. 9,00 € pro Tag von Fr-Sa.


Wohnmobilstellplatz Köln:

www.reisemobilhafen-koeln.de/


Übernachten:

  • Kölner Hyatt Hotel
  • Jugendherberge Köln Riehl, siehe Tour im Block über Köln Riehl.


Einzigartiger Fotowalk durch Köln ohne PKW-Verkehr!

Die wichtigsten Reliquien des Abendlandes befinden sich im Kölner Dom: Die Gebeine der Heiligen Drei Könige Kaspar, Balthasar und Melchior. Aufbewahrt werden Sie in der kostbarsten Mittelalterlichen Goldschmiedearbeit, die uns heute erhalten ist - im Dreikönigsschrein. Die Gebeine der heiligen Drei Könige wurden von Kaiser Friedrich Barbarossa 1164 von einem Kreuzzug kommend aus Mailand (Italien) mitgebracht und Köln geschenkt. Wahrscheinlich sind uns deswegen die Italiener heute noch böse, wer weiss?

Heute zieren die drei Kronen symbolisch auch das Stadtwappen der Stadt Köln.

Seit 1996 steht der Kölner Dom auf der Weltkulturerbeliste der Unesco und ist nicht zuletzt deswegen schon eine der TOP 5 Sehenswürdigkeiten unseres Landes.

 

So, ich denke die Camera hat sich schon warm geschossen und nach einem Rundgang  durch den Dom empfehle ich Euch das vergünstigte Kombiticket für Domschatzkammer UND Turmbesteigung. (Wahnsinnsaussicht inklusive)  Beides ist natürlich auch einzeln zu erwerben und zudem noch im preisgünstigen Familienticket. Auskunft hierzu im Domshop bei der Schatzkammer.  Wer noch mehr Kunst und Kultur erleben möchte kommt am Römisch-Germanischen Museum und am  Wallraf Richartz Museum nicht vorbei.

 

Wir lassen diese jedoch heute aus und wandern über den Heinrich-Böll-Platz zur Hohenzollernbrücke. (Die Eisenbahnbrücke direkt hinter der Domplatte). Die Hohenzollernbrücke heißt so, weil sie von den Deutschen Kaisern mit Reiterstandbildern flankiert wird. Eine Anekdote hierzu:

Das erste Reiterstandbild, welches wir passieren zeigt unseren letzten Deutschen Kaiser Wilhelm II. (er regierte von 1888 bis 1918). Dieses ist das einzige Reiterstandbild dieses Kaisers in Deutschland. Er weihte zwar mit Vorliebe Denkmäler seines Großvaters Wilhelm I. ein, doch er mochte sich selbst nicht auf diese Weise verewigt sehen. Wegen einer Behinderung seines rechten Armes konnte er nur mit der linken Hand das Pferd zügeln. Um sein Gebrechen zu kaschieren, ist er hier mit einem Marschallstab in der rechten Hand dargestellt. Nach seiner Abdankung 1918 hatte Wilhelm II. nie wieder auf einem Pferd gesessen. Wir drehen uns um und haben den Dom erstmals in der Gesamtansicht. "klick"

 

Unsere Rundwanderung ist von hier genau zu überblicken: Wir überqueren auf der Hohenzollernbrücke den Rhein und sehen auf der gegenüberliegenden Rheinseite das mit Abstand größte Gebäude: den Kölner Triangle. Dieser wurde 2005 fertiggestellt und besitzt auf über 100 Metern Höhe die höchste Aussichtsplattform der Stadt mit dem wohl schönsten Blick auf den Dom. Wer dort geparkt hat beginnt einfach dort mit dem Rundgang. Die Aussichtsplattform ist Barrierefrei zugänglich, so wie übrigens der ganze vorgestellte Rundweg hier.

 

Kinderwagen und Rollstühle stellen also kein Hindernis für diese Tour. Der Triangle hat geöffnet von 11:00-23:00 Uhr, der Besuch der Aussichtsplattform kostet 3,00 € Sonderermäßigungen möglich; besonders schön bei Sonnenuntergang -Tipp für die Romantiker unter uns. Aprospros Romantiker: Das Köln eine Stadt der Liebe und der Liebenden ist, wird auf der Hohenzollernbrücke ganz besonders deutlich-ihr werdet sehen was ich damit meine.

 

Am gegenüberliegenden Deutzer Ufer befindet sich die  autofreie Rheinpromenade hinüber zur Deutzer Brücke (rechter Hand) über die wir dann im späteren Verlauf zurück in die Stadt gehen. Am Deutzer Ufer gibt es nun die "low budget" oder "High End" Variante:  Der betuchte Leser bucht im Kölner Hyatt ein oder reserviert zum Sundowner einen  Dinnertisch auf der Terrasse, die anderen haben hoffentlich Ihren Rucksack eingepackt: Mit Malkreide, Springseilen, Skateboarden oder einem guten Buch in der Sonne chillen; beim Picknick lässt sich gut entspannen. Das Deutzer Ufer liegt bei schönem Wetter ganztags in der Sonne mit grandiosem Blick auf die Kölner Stadtsilouhette:  Dom, Groß St. Martin, Rathaus , Fernsehturm und Hohenzollernbrücke. Einfach klasse! 

 



Nach unserer Pause laufen wir über die Deutzer Brücke zurück über den Rhein in die Altstadt. Von der Brücke aus können wir schon genau die Anlegestellen der KD (Köln-Düsseldorfer) Ausflugsschiffahrt sehen. Man kann  ganz prima im Anschluss eine Bootsfahrt planen oder für anderntags, z.B. bei Rhein in Flammen. Hier empfiehlt sich eine rechtzeitige Reservierung.

 

Nach dem Verlassen der Brücke könnten wir uns links wenden und sind nach wenigen Schritten zur Freude der Schleckermäulchen im Kölner Schokoladenmuseum. 

 

Wir gehen jedoch rechts in Richtung Altstadt/Dom/Groß St. Martin. Ich liebe es auf diesem Wege in die Altstadt zu gelangen. 

Der Rheinpromenade folgend kommen wir zu Kölns ältestem Gasthaus, dem Haxenhaus.

Ich tue mich mit Empfehlungen für Gasthäuser immer schwer, erstens weil die Vorlieben ja völlig unterschiedlich sind und zum anderen, weil sich andere Gasthäuser zu Recht beschweren könnten, warum ich sie nicht empfohlen habe. Hier mache ich eine Ausnahme, denn es ist wirklich urig, dieses Gasthaus atmet Geschichte. Ich habe es Euch verlinkt, schaut mal rein. Ich finde es toll. Die Buchempfehlung "Der Büttel zu Cöln" , ein Roman aus dem Mittelalter von Antonia Pauly, kann ich hier nur wiederholen, denn es gibt doch nichts schöneres als in der Geschichte und in Geschichten zu schwelgen. Und ein Belohnungsbierchen habt Ihr Euch nach diesem Rundgang bestimmt verdient! 

 

Wer noch nicht müde ist und gerne weiterwandern möchte,  dem sei der Brauereiwanderweg durch die Kölner Altstadt empfohlen, den web-link hierzu findet Ihr beim Haxenhaus.

 

Auf dem Rückweg zum DuMont Carré kommen wir noch an Kölns wichtigster Hausnummer vorbei 4711, Eau de Cologne. Und dort können wir noch etwas über die tapferen Kölner Heinzelmännchen erfahren und zur Erinnerung an diesen schönen Tag das typische Kölner Souvenir mitnehmen: Kölnisch Wasser.*zwinker*

 

 


Fazit

Eine leichte, barrierefreie, ebene Rundtour mit vielen Highlights, die für einen gelungen Tag sorgen sollten. Wir bewegen uns verkehrsbefreit durch eine Millionenstadt und können so ganz entspannt den Tag genießen. Am Ende bringen wir tolle Aufnahmen mit nach Hause und zufriedene Kinder, die eine solche Tour bestimmt nicht langweilig finden und noch lange davon erzählen.  Die Wohnmobilfans freuen sich auf einen schönen, preiswerten Stellplatz in unmittelbarer Citynähe und genießen vielleicht den zweiten Tag in Köln mit meiner nächsten Tour?! Weltkulturerbe und Superlativen mit Weitblick inklusive Sonnenuntergangsromantik, diese Tour verdient 5 Sterne!




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